Restored Classics to Go Edition
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Der Roman "Der Bergkönig" von 1856, auch unter dem französischen Titel "Le roi des montages" und dem Zusatz "Lösegeld nur gegen Quittung" bekannt, entfaltet von Beginn an einen abenteuerlichen, ironischen Ton im griechischen Schauplatz. Ein angeblicher Brief aus Athen bestreitet zunächst empört jede Räuberwirklichkeit im modernen Griechenland und behauptet, die Geschichte sei erfunden – gerade diese Übertreibung macht jedoch die satirische Absicht sichtbar. Im Zentrum steht die Rahmenerzählung um den deutschen Botaniker Hermann Schultz, der dem Erzähler vertrauensvoll von seiner vierzehntägigen Gefangenschaft bei dem Räuberhauptmann Hadgi-Stavros berichtet. Aus dieser Konstellation entwickelt sich eine Erzählung zwischen Räuberromantik, politischer Realität, Komik und scharfer Gesellschaftsbeobachtung. Die Handlung führt durch Flucht, Geiselhaft, Verhandlungen und Gewalt, bis Gendarmen das Lager bedrohen und die Lage eskaliert. Schließlich kulminiert alles in Rache, Abschied und überraschender Menschlichkeit: Hadgi-Stavros tötet Coltzida, Harris erzählt von Photini und seiner eigenen Vorgeschichte, und der "König der Berge" endet als Figur, deren Macht zerbricht, deren Stolz und Energie jedoch fortbestehen.
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