Der grüne Heinrich. Erste Fassung

Restored Classics to Go Edition

G
Gottfried Keller

Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Das Vorwort zu Gottfried Kellers Der grüne Heinrich in der Fassung von 1854/1855 eröffnet den Roman als ein über Jahre gewachsenes, mehrfach unterbrochenes Schreibprojekt, das weniger als geschlossenes Kunstwerk denn als persönliche Mitteilung verstanden werden will. Zugleich macht es die besondere Doppelstruktur des Werks sichtbar: einerseits die Selbstbiographie des Helden, andererseits die eigentliche Romanhandlung seines weiteren Schicksals. In dieser Offenheit verbindet sich Lebensbeichte mit Entwicklungsgeschichte und Romanform. Die anschließenden Passagen führen Heinrich auf eine Reise durch Landschaft und Innenleben. Mit wachen Jugendaugen nimmt er kleinste Veränderungen der Umgebung wahr und erlebt die Welt als fortwährendes Werden und Vergehen, während Erinnerungen an Mutter und Heimat ihm Halt geben. Der Reiz des Neuen entfacht zugleich seine Fantasie und künstlerische Sensibilität. Parallel dazu schildert der Text die Begegnung des Erzählers mit Goethes gesammelten Werken: Aus der Erfahrung eines stürmischen Tages und einer drohenden Hochwasserkatastrophe heraus stürzt er sich in die Lektüre, die ihn über Tage und Wochen vollständig vereinnahmt. Goethes Werk erscheint dabei als geistige Macht, die Denken und Empfinden tief prägt und die äußere Welt zeitweise in den Hintergrund drängt.

Publication

2026

Pages

1067

Format

Epub

Publisher

Otbebookpublishing

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