Restored Classics to Go Edition
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Der Abschnitt eröffnet Kants Metaphysik der Sitten als systematisch aufgebautes philosophisch-juristisches Werk, dessen erster Teil die metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre entfaltet. Im Zentrum stehen Grundfragen des Rechts, des Eigentums und des Verhältnisses des Menschen zu äußeren Gütern; das Inhaltsverzeichnis zeigt dabei eine klare Ordnung von Sachenrecht über Staatsrecht bis zur Entwicklung neuer Rechtsbegriffe. Zugleich markiert der Text programmatisch die Verschiebung von der Ethik zum Ius: Nicht bloß moralische Gesinnung, sondern rechtliche Ordnung, äußere Freiheit und Zwang bestimmen die Analyse. Darüber hinaus arbeitet der Text Kants Unterscheidung von Rechts- und Tugendlehre heraus. Während das Recht vor allem äußeres Handeln regelt, verlangt die Tugendlehre eine innere Haltung, die aus reiner praktischer Vernunft hervorgeht und den Menschen als Zweck an sich begreift. Tugend ist dabei nicht nur Gesetzesgehorsam, sondern moralische Stärke, die durch Einsicht, Übung und Selbstzwang erworben wird. Sie ist ihr eigener Zweck und ihr eigener Lohn. Abschließend werden die Tugendpflichten nach der eigenen Vollkommenheit und der Glückseligkeit anderer geordnet und als konkrete Verpflichtungen der Moralität sichtbar gemacht.
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