Restored Classics to Go Edition
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Der neunte Band der Schwarzwälder Dorfgeschichten entfaltet eine vielschichtige Dorfsaga über Heimkehr, Schuld, Erinnerung und den Wandel der Zeit. Schon die poetische Vorrede zeichnet ein Dorf, das sich durch Eisenbahn, Freizügigkeit und das Deutsche Reich grundlegend verändert hat, ohne dass die inneren Konflikte der Menschen an Gewicht verlieren. Im Zentrum steht der Maler Reinhard, der nach dreißig Jahren aus Rom in seine Heimat zurückkehrt und sich in einem Ort wiederfindet, der ihm zugleich vertraut und fremd geworden ist. Gerüchte, alte Legenden und moralische Urteile begleiten seine Ankunft, während ihn die Erinnerung an Lorle, seine verstorbene Frau, nicht loslässt. Zwischen Kirchhof, Wirtshaus, Stadt und Hof begegnet Reinhard einer Welt, in der Vergangenheit und Gegenwart schmerzhaft ineinandergreifen. Das alte Dorfwirtshaus ist verändert, familiäre Spannungen und Fragen nach Erbschaft schwingen mit, und selbst höfische Anerkennung kann seine innere Zerrissenheit nicht lösen. Begegnungen mit Malva, Gräfin Ida und dem Notar führen ihm vor Augen, wie unwiderruflich die alte Lebenswelt vergangen ist. Am Ende zieht Reinhard Konsequenzen, setzt sein Testament auf und bestimmt Malva als Erbin – ein stiller Abschied von Liebe, Heimat und einem Leben, das nur noch in der Erinnerung fortbesteht.
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